„Meine Stadt rettet“ auf dem 7. Lübecker Notfalltag 2017

Am 13. Mai 2017 wird die App „Meine Stadt rettet“ auf dem 7. Lübecker Notfalltag vorgestellt. Die Veranstaltung des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein richtet sich überregional an alle beteiligten Akteure der notfallmedizinischen Versorgung - seien es Rettungskräfte oder stationäre Ärzte. Im Fokus stehen auch in diesem Jahr wieder medizinische Innovationen zur Verbesserung der Notfalltherapie. 

 

Die in Lübeck bereits integrierte und erprobte Smartphone-App "Meine Stadt rettet" alarmiert bei einem Herzstillstand freiwillige Ersthelfer und leitet sie zum Einsatzort. Dabei funktioniert die App nach einem einfachen Prinzip: Geht bei der 112 ein Notruf nach Herzstillstand ein, werden umgehend der Rettungsdienst und zeitgleich die lokal verfügbaren Ersthelfer alarmiert. Dadurch kann die Zeit zwischen Herzstillstand und der Einleitung wiederbelebender Maßnahmen deutlich verkürzt werden, wie unter anderem erste Praxiserfahrungen zeigen konnten. "In Deutschland benötigt der Rettungsdienst durchschnittlich 9 Minuten bis zum Eintreffen am Einsatzort. Durch das Netzwerk aus freiwilligen Helfern kann die Zeitspanne bis zur Erstversorgung statistisch gesehen auf 3-4 Minuten verkürzt werden - und jede gesparte Minute erhöht die Überlebenschance des Betroffenen um 10 Prozent", sagt Holger Thiele, Mitglied der Direktion des universitären Herzzentrums am Campus Lübeck. Registrierte Ersthelfer werden über die „Meine Stadt rettet“ -App auf ihrem Smartphone benachrichtigt und machen sich dann schnellstmöglich auf den Weg zum Patienten, um mit der Erstversorgung zu beginnen. Für interessierte Ersthelfer und solche, die es werden wollen, wird vor Ort auf der Veranstaltung eine spezielle Schulung für Wiederbelebungsmaßnahmen angeboten. 

Unter vergleichbaren Apps ist die „Meine Stadt rettet“-App übrigens die einzige Initiative, die ein offiziell vom Landesdatenschutz freigegebenes Datenschutzkonzept und eine spezielle Ersthelferversicherung vorweisen kann. Die Initiative selbst wurde unter Federführung des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Lübeck, dem Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Schleswig-Holstein (ASB LV S.-H.), der UKSH Förderstiftung, der deutschen Gesellschaft für Kardiologie sowie der European Heart Rhythm Association entwickelt.

Weitere Infos zum Programm des 7. Lübecker Notfalltages am 13. Mai 2017 finden Sie hier.

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