Risikofaktor im Mai: Übermäßiger Alkoholkonsum führt an Himmelfahrt vermehrt zu Unfällen und Notfalleinsätzen

Alkohol am Steuer führt zu vermehrten Unfällen, Bildrechte: CC0-Lizenz

An Himmelfahrt wird vielerorts auch der Männer- bzw. Vatertag gefeiert. Dabei ist es gar zu einem Brauch geworden, mit dem geschmückten Bollerwagen und einem stattlichen Alkoholvorrat durch die Ort- und Landschaften zu ziehen. Doch Studien zeigen: Mit dem Alkoholpegel steigt auch das Unfall- und Erkrankungsrisiko.

Wie die Daten des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2015 zeigen, belegte Christi Himmelfahrt - alias Vater- oder Männertag -  Platz 2 der Feiertage mit den meisten alkoholbedingten Unfällen. Mit 264 Unfällen durch Alkohol ist nur an Neujahr noch mehr los auf den deutschen Straßen. Ähnliche Ergebnisse aus dem Jahr 2013 belegen, dass am Vatertag mit 279 Unfällen mehr als doppelt so viele Verkehrsdelikte durch Alkohol registriert werden wie an einem durchschnittlichen Tag.

Neben der Gefahr durch Unfälle ist übermäßiger Alkoholkonsum jedoch auch ein Prädiktor für Herzstillstand bzw. Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu diesem Ergebnis kommen auch Forscher der Universität Toulouse, die in einer ländervergleichenden Studie 9.758 Männer über einen Zeitraum von zehn Jahren hinsichtlich ihres Trinkverhaltens untersuchten. Dabei konnten sie feststellen, dass unregelmäßiges, exzessives Trinken von Alkohol das Risiko für koronare, also herzbedingte, Ereignisse um das Doppelte erhöhe.

Vor allem bei Herzstillstand - einer der häufigsten Todesursachen in Deutschland - ist eine schnelle Erste Hilfe gefragt, um betroffene Notfallpatienten zu retten und eine reibungslose Erstversorgung zu gewährleisten. Gerade Feiertage wie Christi Himmelfahrt sind somit Hochsaison für Leitstellen, Rettungskräfte und Ersthelfer. An Tagen wie diesen ist ihr Einsatz besonders gefragt, um Menschenleben zu retten oder gravierende Folgeschäden zu vermeiden.

Mit der App „Meine Stadt rettet“ werden lokal verfügbare Ersthelfer in einem freiwilligen Netzwerk gebündelt und von den zuständigen Leitstellen im Falle eines Notrufs parallel zu den Rettungskräften alarmiert, um eine schnelle Erste Hilfe zu ermöglichen. Gerade an hochintensiven Tagen wie Christi Himmelfahrt kann dieses Netzwerk aus Ersthelfern dabei helfen, die hochfrequentierten Rettungseinsätze zu unterstützen und die Einsatzkräfte zu entlasten.