Die Medizin der Zukunft – "Meine Stadt rettet" auf dem 1. Healthcare Hackathon in Kiel


Wie sehen die innovativen Zukunftskonzepte der Medizin aus und wie wird sich diese im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung verändern? Die Antworten auf diese und weitere aktuelle Fragestellungen sucht der 1. Kieler Healthcare Hackathon, der am 22. und 23. September 2017 in der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins stattfinden wird. Im Zentrum der Veranstaltung stehen vor allem medizinische Trends, die „Digitalisierung“ der Medizin und die Vernetzung des Gesundheitswesens. Konkret geht es dabei u.a. um Themen wie Telemedizin, kognitives Krankenhaus, Digital Health, Prozessoptimierung und die zukünftige Notfallmedizin. Zeitgleich fällt im September 2017 der Startschuss für die Implementierung der Ersthelfer-App "Meine Stadt rettet" in Kiel.

 

In dem fast 30-stündigen Event über zwei Tage werden Start-Ups, Firmen und Studenten dazu aufgerufen, sich mit ihren Ideen und Konzepten in diesen Bereichen zu bewerben. Gekürt wird dann schlussendlich die innovativste Lösung - mit Geld- und Sachpreisen im Wert von 25.000 Euro. Begleitet wird die Veranstaltung von Fachdiskussionen mit Klinikern, Kapitalgebern und Experten der Gesundheitsbranche sowie Coaching zu Technologien, Online-Teaching und Networking. Auf Wunsch können die Bewerber ihre Ideen auch in einer Venture Capital-Sprechstunde bei potenziellen Kapitalgebern präsentieren.

 

Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), IBM, Cisco und den Kieler Nachrichten. Mit dem UKSH ist zugleich auch der fachliche Schirmherr der "Meine Stadt rettet"-App an Board. Diese wird ebenfalls auf dem Healthcare Hackathon in Kiel vorgestellt, da die App selbst natürlich ebenfalls ein innovatives Lösungskonzept zur Optimierung des Notfallprozesses darstellt.

 

Im Projekt "Meine Stadt rettet" werden geschulte Ersthelfer in einem digitalen Netzwerk organisiert und im Falle eines medizinischen Noteinsatzes parallel zu den Noteinsatzkräften alarmiert, wodurch wertvolle Zeit in der Erstversorgung eingespart werden kann. Hierzu wird die entsprechende Software der Smartphone-App direkt in die jeweilige Leitstelle integriert. Wird ein Notruf gemeldet, so werden zeitgleich der Rettungswagen informiert und lokal verfügbare Ersthelfer der Meine-Stadt-rettet App kontaktiert. Letztere führen dann die Erstversorgung des Patienten durch, bis der Rettungswagen den Unfallort erreicht. Durch diese frühere Erste Hilfe-Leistung können wichtige Minuten eingespart werden, die vor allem bei einem Herzinfarkt über Leben und Tod oder mindestens die Schwere der Folgeschäden entscheiden können. Denn: Im Durchschnitt braucht ein Rettungswagen in Deutschland neun Minuten zum Einsatzort. Mit einem Netz aus freiwilligen Helfern, die die App auf ihrem Smartphone installiert haben, können diese statistisch gesehen bereits nach drei bis vier Minuten am Einsatzort sein. Jede eingesparte Minute erhöht dabei die Chance auf das Überleben des Betroffenen um zehn Prozent.

 

Zeitgleich mit dem 1. Healthcare Hackathon in Kiel soll dann auch im September der Startschuss für die Implementierung der "Meine Stadt rettet"-App in der Landeshauptstadt fallen. Als aufstrebendes Zentrum medizinischer Innovationen wird auch in Kiel ein Netzwerk mit aktiven App-Rettern aufgebaut, die als freiwillige und qualifizierte Ersthelfer zur Verbesserung der Notfallerstversorgung beitragen werden.

 

Mehr Informationen zum 1. Healthcare Hackathon in Kiel am 22. und 23. September 2017 finden Sie hier.