Drohnen, Künstliche Intelligenz und smarte Implantate - Wie sehen die medizinischen Innovationen in der Notfallversorgung von morgen aus?


Ob künstliche Intelligenz oder der Einsatz von Drohnen – modernste Technologien scheinen längst in der Gesundheitswelt angekommen zu sein. Mit dieser Hilfe sollen Prozesse noch weiter verbessert und wertvolle Zeit eingespart werden. Doch was bringen sie wirklich und was muss dabei bedacht werden?

 

Mittlerweile gibt es durch den technischen Fortschritt zahlreiche neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Notfallversorgung. Technologien wie Big Data ermöglichen es beispielsweise, durch eine Vielzahl gesammelter und ausgewerteter Daten potenzielle Unfallschwerpunkte zu prognostizieren. Hier werden Daten zu Unfällen aus der Vergangenheit gezielt genutzt und verbunden, um bereits vor einem Unfall zu reagieren und diesen im Idealfall vermeiden zu können. Auch bei der Versorgung von Patienten kann Big Data helfen. Die gesammelten Datenmengen aus Arztbriefen, Befundberichten und weiteren Daten werden analysiert, aufbereitet und automatisch klassifiziert. So können aus den Daten passende Therapiemöglichkeiten für den Patienten abgeleitet werden.

 

Seit Neuestem ist auch der Einsatz von Drohnen in der Medizin im Gespräch. Diese sollen in infrastrukturschwachen Gebieten unterstützen. Hier brauchen Notärzte oft lange, um den Unfallort zu erreichen und den Betroffenen zu versorgen. Und das kann drastische Folgen haben: Bei einem Herzstillstand sinkt mit jeder Minute, die verstreicht, die Überlebenswahrscheinlichkeit um zehn Prozent. Es muss also schnell gehandelt werden, um dem Patienten helfen zu können. Schwedische Forscher fanden nun heraus, dass Drohnen die Wartezeit auf den Notarzt überbrücken könnten. Die Drohnen sind dabei beladen mit Defibrillatoren, die das Herz mit einem Elektroschock wieder in den richtigen Rhythmus bringen sollen bis der Notarzt eintrifft. Die Forscher konnten so feststellen, dass die Drohnen im Schnitt bereits nach fünf Minuten am Einsatzort waren.

 

Zwar können Drohnen ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Digitalisierung der Medizin sein, gleichzeitig sind diese nicht zuletzt wegen datenschutzrechtlicher Bedenken mit Vorsicht zu genießen. Deshalb muss neben dem Einsatz von Drohnen generell die Erste-Hilfe-Bereitschaft in Deutschland deutlich gesteigert werden. Hier setzt Meine Stadt rettet an und vernetzt ausgebildete Ersthelfer digital in einer App. Diese können im Notfall direkt von den Leitstellen alarmiert werden und schnell mit der Erstversorgung beginnen. Verfügen interessierte Personen nicht über die entsprechenden Schulungsnachweise, können diese einfach in den bekannten Erste-Hilfe-Organisationen nachgeholt werden.

 

Auch der Healthcare Hackathon im September 2017 wird ganz im Zeichen der Digitalisierung der Medizin stehen und innovative Zukunftskonzepte vorstellen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter: https://www.healthcare-hackathon.eu/