Häufig gestellte Fragen

In der Meine-Stadt-rettet App

Für alle interessierten Ersthelfer haben wir hier alle Fragen und Informationen zu unserem Projekt zusammengetragen. Zusätzlich finden regelmäßige Schulungen zur Reanimation und zur App an sich kombiniert statt.

 

Wenn Ihre Fragen hier nicht beantwortet werden oder Sie allgemeine Anfragen o.ä. haben, freuen wir uns über Kontaktaufnahme über unser Kontaktformular.

Welche Rolle spielt die "Mein Stadt rettet" App in der Rettungskette?

Das "Meine Stadt rettet" System dient lediglich als Ergänzung zum öffentlichen Rettungsdienst, ohne aber dessen Bestandteil zu sein. Das System erhebt trotz der Sorgfaltspflicht der Systembetreiber keinen Anspruch auf die Absicherung eines Notfalls, weil eine tatsächliche Hilfeleistung nicht garantiert werden kann. Das System bietet ausschließlich eine Hilfestellung auf Basis der Entscheidung der regional zuständigen Träger der Hilfeleistung im jeweiligen Einsatzgebiet.

 

Werden die Tätigkeiten als "Meine Stadt rettet" Ersthelfer vergütet?

Nein, eine Vergütung der Tätigkeit als App Retter erfolgt nicht. Die Tätigkeit als App Retter ist ehrenamtlich und erfolgt aus einem außerordentlichen, bürgerschaftlichen Engagement.

 

Welche Qualifikationen muss ein Ersthelfer haben, um an dem "Meine Stadt rettet" Projekt teilnehmen zu dürfen?

Als Teilnehmer werden nur Ersthelfer zugelassen, die entweder über die notwendige medizinische Grund-Qualifikation verfügen oder die an einer „Unterweisung für App-Retter“ teilgenommen haben bzw. eine ähnliche Schulung nachweisen. Die Qualifikationsanforderungen werden orientiert an aktuellen Empfehlungen der Fachgesellschaften ggf. gesondert festgelegt. Das Dokument zum Beweis der Qualifikation muss während der Registrierung hochgeladen werden.

 

Müssen die "Meine Stadt rettet" Ersthelfer einen Nachweis über ihre Qualifikation erbringen und wenn ja, in welcher Form?

Die Qualifikation für den retteungsdienstlichen Betrieb in den jeweiligen Einsäzen sind grundsätzlich vom regionalen zuständigen Träger der Hilfeleistung selbst vorzuschreiben und zu dokumentieren. Eine ordnungsgemäße Überprüfung der Qualifikation des Ersthelfers erfolgt in der Regel, wenn ein entsprechender Nachweis durch Vorlage entsprechender Urkunden erbracht wird. Mögliche Urkunden sind:

  • Ersthelfer Ernennungsurkunde
  • Approbationsurkunde
  • Sanitäter-Ausweis etc.

 

Müssen sich die "Meine Stadt rettet" Ersthelfer am Ort des Notfalls als Teilnehmer von "Meine Stadt rettet" ausweisen können?

Nein, eine allgemeine Ausweispflicht besteht nicht. Allerdings bietet die "Meine Stadt rettet" App dennoch die Möglichkeit sich gegenüber Angehörigen oder Passanten als Ersthelfer auszuweisen. Bei einer Ablehnung des Ersthelfers durch Angehörige endet die Ersthelfermaßnahme für mich, ich teile dies der Leitstelle unverzüglich telefonisch mit. In diesen Fällen bleibe ich bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes vor Ort und weise diesen ggf. ein, so dass diese den Notfallort schneller auffinden können.

 

Hat die Leitstelle die Möglichkeit immer auf meinen aktuellen Standort zuzugreifen?

Nein, der Standort eines registrierten Ersthelfers ist nicht dauerhaft sichtbar. Erst wenn ein Ersthelfer einen Notfall übernimmt, wird der Standort des Ersthelfers und der Weg zum Einsatzort an die zuständige Leitstelle übertragen. Außerhalb der Zeit eines Einsatzes, sind Ersthelfer für die Leitstellen "unsichtbar".

 

Wird die Adresse des Notrufs bereits in der "Meine Stadt rettet" App angezeigt, bevor der Ersthelfer bereit für einen nächsten Notfall ist?

Nein, die Adresse eines Notrufs wird erst angezeigt, sobald der Ersthelfer bestätigt, dass er für die Annahme eines Notfalls bereit ist. Nach Bestätigung wird dem Ersthelfer die Einsatzinformationen angezeigt. Wurde der Notfall von einem App-Retter angenommen, hat sich dieser verpflichtet, den Notfall im Rahmen seiner Möglichkeiten zu versorgen. Ein Abbruch kann nur begründet und mit einer Dokumentation des Grundes stattfinden.

 

Bin ich während der Teilnahme am dem Projekt verpflichtet jederzeit erreichbar zu sein?

Nein, die zeitliche Verfügbarkeit in dem Projekt, die telefonische Erreichbarkeit, der online-Status und der Akku-Ladezustand des Smartphones werden vom "Meine Stadt rettet" Ersthelfer nach eigenem Ermessen vorgehalten und unterliegen keinerlei Vorgaben Dritter.

 

Hat es Konsequenzen, wenn ein Ersthelfer einen angenommenen Notruf abbricht?

Der Abbruch eines angenommenen Notrufs hat keine Konsequenzen auf den Ersthelfer. Der Abbruchsgrund muss allerdings in Form eines Protokolls begründet werden.

 

Bin ich als "Meine Stadt rettet" Ersthelfer versichert?

Als Ersthelfer sind Sie auf dem Weg zur und von der Ersthelfermaßnahme und während der Dauer der Ersthelfermaßnahme versichert. Sollten bei Ersthelfermaßnahmen Dritten Schäden zugefügt werden, hat die Initiative für alle registrierten Ersthelfer eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, welche die persönlich gesetzliche Haftpflicht bei der Tätigkeit als App-Retter je involviertem Leitstellenbereich (dort nachzulesen) bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes versichert. Die Versicherungspolice kann gerne eingesehen werden. Kontaktieren Sie hierzu die Ecorium GmbH.

 

Gibt es eine besondere Regelung, wenn ein "Meine Stadt rettet" Ersthelfer auf dem Weg zu einem Notfall Verkehsvorschriften überschreitet?

Auf wem Weg zur Einsatzstelle sichert der Einsatz des Alarmierungssystems "Meine Stadt rettet" keine straßenverkehrsrechtlichen Sonderrechte gemäß §35 StVO zu. Der "Meine Stadt rettet" Ersthelfer ist verpflichtet, die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung einzuhalten. Der Nutzer hat mögliche Konsequenzen aus Verkehrstößen selbst zu tragen und haftet für Schäden selbst.

 

Was ist, wenn ein Verünglückter einen Verzicht auf Wiederbelebung unterschrieben hat bzw. Familienangehörige gegenüber einem "Meine Stadt rettet" Ersthelfer äußern, dass der Verünglückte nicht reanimiert werden möchte?

Patientenverfügungen sind in der Regel nicht auf den Notfall ausgelegt. Die Entscheidung darüber, ob eine Patientenverfügung im konkreten Behandlungsfall bindend ist oder nicht, hängt von mehreren Faktoren ab, wie z.B. der Frage, ob der Patient zum Zeitpunkt des Abfassens der Patientenverfügung aufgeklärt und einwilligungsfähig war, ob die Patientenverfügung echt und noch aktuell ist, ob der von der Patientenverfügung erfasste Fall die konkrete Notfallsituation abdeckt usw. Im Zweifel bedarf es gar einer gerichtlichen Entscheidung. Eine solche umfangreiche Prüfung der Patientenverfügung ist dem "Meine Stadt rettet" Ersthelfer im Rahmen der notfallmäßigen Hilfeleistung grundsätzlich weder zeitlich, noch inhaltlich möglich. Im Zweifel sollte er sich daher zu Gunsten der Lebensrettung entscheiden. Die Prüfung und ggf. Durchsetzung der Patientenverfügung ist dann einem späteren Zeitpunkt durch die zuständigen Personen und Institutionen vorbehalten.

 

Welche Notfalldaten und persönliche Daten der "Meine Stadt rettet" Ersthelfer werden übermittelt?

Übermittlung von Notfalldaten (personenbezogene Daten des Patienten): Die Notfalldaten werden ausschließlich einsatzbezogen über verschlüsselte Verbindungen zwischen Leitstellen, "Meine Stadt rettet" Backend und den einsatzbeteiligten Ersthelfer übertragen. Einsatzdaten kann der "Meine Stadt rettet" Ersthelfer nach Abschluss eines Einsatzes nicht mehr einsehen. Erhebung, Speicherung und Übermittlung von personenbezogenen Daten der "Meine Stadt rettet" Ersthelfer: Mit der Registrierung innerhalb der "Meine Stadt rettet" App willigt der Nutzer zur Einholung, Speicherung und Verwendung seiner Nutzerdaten innerhalb des "Meine Stadt rettet"-Systems ein (Name, Anschrift, Mobilfunknummer und E-Mail-Adresse, notfallmedizinische Qualifikation, Beruf, Standort, Einsatzprotokoll). Weitere Informationen sind im Punkt Datenschutzerklärung beschrieben.

 

Welche Verantwortung / Haftung übernehmen die Entwickler / Betreiber im Falle von technischen Fehlern bei Notfällen?

Der Betreiber nimmt Sorgfaltsanforderungen ernst. Unter anderem dienen zur Gewährleistung der Funktionsfähigkeit und Qualitätssicherung die Überwachung der Technik und Sicherstellung der einwandfreien Funktion der Applikation sowie die Schulung / Information der regional zuständigen Systemadministratoren sowie die Etablierung eines Qualitätsmanagement- und Evaluationssystems.

 

Sollten die "Meine Stadt rettet" Ersthelfer Hilfsmittel bei sich tragen?

Empfehlenswert ist ein Mindest-Standard durch z.B. Einmalhandschuhe. Eine Verpflichtung zum Mitführen von Hilfs- und Schutzmitteln besteht nicht. Es wird aber ausdrücklich empfohlen, medizinische Hilfe nur unter Beachtung eines ausreichenden Eigenschutzes zu erbringen.